Wissenschaftliche Textverarbeitung mit LaTeX - Grundlagen
Auf dieser Seite habe ich einmal einige Grundlagen zu LaTeX zusammengestellt.
Was ist (La)TeX?
Wer kennt das nicht? Man ist kurz vor seiner Seminarabgabe, hat alles soweit fertig - doch dann passiert es: der Ausdruck sieht ganz anders aus, als auf dem Bildschirm, die Grafiken stellen nicht mehr das dar, was sie sollen, die Seitennummerierung passt nicht mehr und überhaupt sieht das Druckbild nicht wirklich einer wissenschaftlichen Arbeit angemessen aus. Doch für alle diese Probleme gibt es eine Lösung: LaTeX! Einen Vergleich zwischen einem mit Word geschriebenen und einem mit LaTeX gesetzten Text bietet die Seite von Matthias Mühlich.
Doch was ist LaTeX eigentlich? TeX ist ein Textsatzsystem. Es wird „Tech” ausgesprochen, da es vom griechischen Wort τεχνη kommt, was sowohl „Kunst” als auch „Technologie” bedeutet. Es wurde ursprünglich für den mathematischen Formelsatz entwickelt, doch inzwischen wird TeX in allen Bereichen des Textsatzes benutzt. Die typographische Qualität ist mit hochwertigem Buchdrucksatz vergleichbar. Tatsächlich wird von einigen Verlagen sogar verlangt, dass die eingereichten Texte mit LaTeX gesetzt wurden. LaTeX baut auf TeX auf und stellt eine Reihe verständlicher Befehle (sogenannte Makros) bereit, damit sich der Anwender nicht um die Details der drucktechnischen Gestaltung kümmern muss.
Und was kostet das Ganze? Nichts! LaTeX ist kostenlos und Distributionen sind für alle gängigen Betriebssysteme frei verfügbar. Auch alle weiteren benötigten Tools sind für den Privatgebrauch frei verfügbar. Um jetzt einen kurzen Eindruck davon zu gewinnen, was LaTeX leisten kann, lohnt ein Blick in die von mir angefertigten Arbeiten in der Rubrik „Studium”. Alle Dokumente wurden von mir mit LaTeX erzeugt.
Für weitere grundlegende Informationen zu LaTeX verweise ich auf den Eintrag bei Wikipedia.
Funktionsweise von LaTeX
Im Gegensatz zu herkömmlichen Textverarbeitungsprogrammen (Word, OpenOffice,...) benötigt man viele unterschiedliche Tools. Der Vorteil dabei ist, dass jeder seine individuellen Lieblingsprogramme verwenden kann und nicht auf eine vorgegeben Lösung setzen muss. Unter Windows bietet sich als Editor das TeXnicCenter an und als Betrachter für die pdf-Dateien der Adobe Reader. Wie die unterschiedlichen Komponenten, die im Kurs benutzt werden, zusammenspielen, zeigt die folgende Abbildung.
Der nächste Unterschied ist die Aufgabenverteilung. Bei herkömmlichen Textverarbeitungsprogrammen muss man sich neben dem Inhalt der Arbeit zusätzlich mit etwas auseinandersetzen, wovon man eigentlich keine Ahnung hat: dem Textsatz! LaTeX hingegen kümmert sich um das Layout, so dass der Autor lediglich Struktur und Inhalt vorgeben muss. Dies ist am Anfang sicherlich gewöhnungsbedürftig aber schon nach der ersten Arbeit hat man sich damit angefreundet.
pdfLaTeX versus LaTeX
Gemeinsamkeiten
Beide Programme kompilieren die erstellte LaTeX-Datei, binden die benötigten Pakete ein, entwerfen das Layout und erstellen eine Ausgabedatei.
Unterschiede
Der ursprüngliche Weg ein LaTeX-Dokument zu kompilieren ist LaTeX. Hierbei wird eine dvi-Datei erstellt. Diese kann dann mit den zusätzlichen Tools dvips und ps2pdf über eine ps-Datei in ein pdf-Dokument umgewandelt werden. Hat man kein Interesse an einer ps-Datei, so kann man genauso gut den direkten Weg zum pdf-Dokument wählen und das LaTeX-Dokument mit pdfLaTeX kompilieren.
Der Hauptunterschied, den die beiden Wege haben, ist das Format der einzubindenden Grafiken. Dabei werden folgende Grafikformate akzeptiert:
- LaTeX
- ps, eps (, tiff).
- pdfLaTeX
- jpeg, png, pdf.











